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Der Insider

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- Mezeler - türkische Vorspeisen: die Vielfalt aus der orientalischen Küche

Keine türkische Mahlzeit ohne Vorspeisen. In der Küche degefüllte Weinblätterr Wesire und Hofschranzen zu Istanbul waren bis zu 30 solcher Appetitanreger üblich. Sultan Mahmut soll es sogar auf 72 Mezeler gebracht haben.

Zuerst kommt Salat. Geschälte Gurken und Tomaten, grüne Marulblätter, die auch im Ganzen aufgetischt und - in Zitronensaft getunkt - geknabbert werden.

Dann kommen die mezeler. Meine Favoriten: dickblättriger, gekochter Spinat in Yoghurtsoße mit Knoblauch; in dünne Scheiben geschnittene, in Olivenöl gebratene und mit Yoghurt und Zitrone angemachte Zucchini; gefüllte Weinblätter (manchem Segler aus Griechenland bekannt) - eine typische Spezialität der türkischen Vorspeisenküche, von griechischen Köchen übernommen. Gleiches gilt für çacik, das in Griechenland tzaziki heißt - eine kalte Vorspeise aus geraspelten Gurken mit Yoghurt und Knoblauch.

Gefüllt werden nicht nur Weinblätter, sondern alles, was sich füllen läßt: Tomaten, Zucchini, Paprika, Kohlblätter, sogar Tintenfisch.

Ein Höhepunkt der Mezeler-Tafel sind halbierte und mit gedünsteten Zwiebeln und Tomaten gefüllte Auberginen. Als der Imam (Vorbeter in der Moschee) zum ersten Mal dieses Gericht probierte, fiel er vor Begeisterung über den köstlichen Geschmack um. Daher der Name Imam bayildi - der Imam fiel in Ohnmacht.

Alle Mezeler hier vorzustellen ist so unmöglich, wie sie auf einmal zu probieren. Wer an der türkischen Küste segelt, sollte sich von der Vielfalt inspirieren lassen und wenigstens einige davon versuchen.


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