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- | Kann man "Trinkwasser" wirklich trinken? Juli 1998 Peter Gelzhäuser, Chef der Certisil GmbH in Puchheim, genannt der Wasser-Peter, segelte an der türkischen Küste und untersuchte das Wasser in Marinas und Buchten. Dabei kam er zu interessanten Ergebnissen:
In Bodrum wurde das Schiff übernommen und für einen "Natur-Pur-Törn" gebunkert. Die Wassertanks waren bereits gefüllt und das Wasser klar, doch schmeckte es eher muffig und abgestanden als frisch. Dies sind meist deutliche Anzeichen dafür, dass sich eine grosse Anzahl Bakterien und Krankheitserreger im Wasser befinden können. Zur Desinfektion wurde deshalb vorsorglich eine ausreichende Menge (1 g/100 l) Certisil Combina® in die Einfüllstutzen beider Tanks gegeben. Der Wasser-Peter warnte seine Mitsegler aber davor, dieses Wasser zu trinken und empfahl selbst zum Zähneputzen Mineralwasser aus der Flasche zu verwenden, weil bei der nachträglichen Zugabe von Certisil Combina® in die vollen Tanks keine Durchmischung und somit auch nur eine ungenügende Desinfektionswirkung stattgefunden hat. Offensichtlich wurde die Warnung vom Wasser-Peter hinsichtlich des Zähneputzens nicht ernst genug genommen. Schon am zweiten Abend des Segeltörns klagte eine Mitseglerin über beginnenden Durchfall und verabschiedete sich aus der gemeinsamen Bordküche. Starker, ungesüsster çay, (türkischer schwarzer Tee), Cola und Mineralwasser stillten für zwei Tage den Durst, trockenes Brot mit Salz bestreut, den Hunger der Mitseglerin. Das Wasser in den Trinkwassertanks wurde großzügig verbraucht. Beim nächsten Wasserbunkern in Kecibükü und später in Palamut wurde wieder Certisil Combina® aber diesmal vor dem Befüllen in die Einfüllstutzen gegeben und somit eine gute Durchmischung für die Desinfektion erreicht. Nach kurzer Einwirkzeit wurde das Wasser vom Wasser-Peter zum Trinken und Zähneputzen freigegeben, ohne dass es im weiteren Törnverlauf zu Darminfektionen kam. Certisil Combina® gibt es als Systemprodukt der Certisil GmbH zur Desinfektion von Trinkwasser in Dosen mit 100 g Pulver zur Dosierung von 1 g / 100 im Bootszubehörhandel und in Apotheken.
Wenn mangels Ersatzteil ein Austausch nicht möglich ist, bleibt nur die Reinigung, um das Problem zu beseitigen. Handelsübliche Reinigungsmittel zeigen an dieser Stelle jedoch keine Wirkung und auch das sonstige Allheilmittel Essig benötigt eine lange Einwirkzeit und muss dazu erhitzt werden. Neu auf dem Markt ist Certinox® TANKREIN, ein Systemprodukt der Peter Gelzhäuser GmbH. Es wurde zur Beseitigung von Kalkbelägen, Urinstein und schlechtem Geruch entwickelt und wirkt überzeugend. Zwei Verschlusskappen davon in ein Glas mit Schraubdeckel gefüllt, die Rückflusssperre hineinstecken, mit heissem Wasser auffüllen, dicht verschliessen und zur guten Durchmischung schütteln. Die Wirkung setzt sichtbar sofort ein und schon nach 23 Stunden (bei starker Verschmutzung über Nacht) werden die Beläge abgelöst. Certinox® TANKREIN gibt es als Systemprodukt im Bootszubehörhandel und in Apotheken.
Häufige, doch meist verkannte Ursache für diese Art von Erkrankung ist das Wasser, das zum Zähneputzen in den Mund gelangt. Dort besiedeln die Bakterien sofort den Mundraum und gelangen über den Speichel und die weitere Nahrungs- und Getränkeaufnahme in den Magen-Darm-Trakt, wo sie sich als Krankheitsherd einnisten. Der Körper aktiviert nun seine Abwehrfunktionen und führt den Verdauungssorganen große Mengen Wasser zu. Der Stuhlgang wird verflüssigt und durch eine stark beschleunigte "Entsorgung" versucht der Körper, die unerwünschten Bakterien aus dem Darm zu spülen. Solange im Stuhlgang kein Blut erkennbar ist und sich der Durchfall bei Erwachsenen auf 2-3 Tage beschränkt, ist es zweckmässiger, dem Durchfall seinen Lauf zu lassen, statt mit der chemischen Keule zuzuschlagen. Damit würde nur der Körperabwehr entgegengewirkt und die ganze Darmflora lahmgelegt, statt die Ursache zu beseitigen. In jedem Fall ist es notwendig, große Mengen keimfreies Trinkwasser (mit Certisil Combina® desinfiziert), schwarzen ungesüssten Tee, evtl. colahaltige Getränke, Elektrolyt-Konzentrate, trockene gesalzene Kekse, Salzstangen oder trockenes gesalzenes Weissbrot zu sich zu nehmen, um den durch den Durchfall verursachten Flüssigkeits- und Mineralienverlust auszugleichen. Bei Kindern kann der Durchfall allerdings lebensgefährlich werden. Hält er bei Kleinkindern mehrere Stunden an, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht oder bei der Küstenwache (Sahil Güvenlik, Kanal 8) oder auf Nachbarschiffen um ärztliche Hilfe nachgesucht werden. Bei blutigem Stuhlgang gilt dies auch für Erwachsene (Typhus-Verdacht!). |
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